Akt

2021-06

2021-06

Ich bin ja nicht so der Podcast-Hörer, einzig den von Andreas Jorns höre ich mir fast regelmäßig an. Dadurch wird mir auf Spotify natürlich auch etwas in diese Richtung vorgeschlagen. Hängengeblieben bin ich bei einer Folge vom Boudoir Podcast. Darin ging es um Hochzeitsboudoir Shootings, also Brautboudoir, was ja eigentlich eine wunderbare Sache ist. Am Abend vor der Hochzeit hat man alle wichtigen Sachen da, verbringt die Nacht meist getrennt voneinander, in einem Hotelzimmer. Beste Voraussetzungen für diese Art der Bilder. Das wäre doch mal ein besonderes Geschenk für den werden Mann, wenn auf seinem Platz am nächsten Tag ein paar tolle Bilder liegen. Hier ein paar Eindrücke aus dem Jahre 2016 glaube ich, als wir in der Villa Altenburg in Pößneck, solche ein Shooting nachgestellt hatten.

Nun etwas anderes. Ich wollte eigentlich nicht darüber schreiben, denn man sollte ja nur positive Dinge zeigen oder posten, weil negative Dinge mehr im Kopf hängen bleiben als andersherum. Aber vielleicht ist es ja besser, den ein oder anderen ein wenig aufzuklären.
Situation; Junge Frau hat Spaß am fotografiert werden, lässt auch gute Aktfotos machen und wird von Fremden und Freunden dafür verurteilt.
„Wie kannst du sowas nur machen“, „das Internet vergisst nie“, „und dann noch kostenlos.“ „Der Fotograf verdient damit ein Haufen Kohle“ usw usw.
Die meisten Sätze hat wohl jeder schonmal gehört, der sich irgendwie mit Fotografie beschäftigt.
Die erste Reaktion auf solche Sätze; es ist einfach ihr Leben. Sie kann machen was sie will. Kommt ja keiner zu schaden. Müßte ja eigentlich schon reichen. Sollte man meinen.
Aber da die meisten sich natürlich nur oberflächlich mit allem beschäftigen, muß man es doch genauer erklären. Bei normalen Kundenaufträgen wird ja nix veröffentlicht. Deswegen werde ich ja für diese Aufträge bezahlt. Aber bei freien Arbeiten ist das eben ein wenig anders.

Nehmen wir das Beispiel meines Bildbandes. Sind ja Aktfotos, die im Grunde verkauft werden. Fotograf bereichert sich. Model bekommt nur ihre Bilder und den fertigen Bildband. Mehr sehen Aussenstehende ja nicht.

Dummerweise steckt da dennoch mehr drin. Hier vorallem, die Suche nach den Locations. Die stehen ja nicht vor der Tür. Stunden der Suche, Kilometer mit dem Auto, zu Fuß, mit dem Fahrrad. Okay, kann man auch als Freizeitspaß deklarieren. 🙂

Das Fotografieren geht natürlich auch nur mit der passenden Ausstattung. Gut, da ist jeder selber schuld, wieviel Geld er in Kamera und Objektive steckt. Geht ja auch mit dem Handy zur Not 😉 Und ausserdem hat der Fotograf das Zeug ja schon, und kauft es nicht extra für diesen Tag.

Dann die Bildbearbeitung. Lightroom und Photoshop gibts ja schon für nen 10er im Monat. Also auch ein Schnäppchen. 3 Knöpfe drücken und fertig. Jedoch beim Erstellen des Bildbandes braucht man dann doch noch 2-3 Tage, bis alles sitzt wo es hin soll.

Ein halbes Jahr später dann bei der Druckerei bestellt und sich an 50 Stück erfreut. Verkaufspreis so niedrig gehalten, das die Druckkosten gedeckt sind. Noch ein Lesezeichen dazu. Achja, 10 Stück kostenlos in der Familie verteilt, den Modellen noch jeweils eins.. und zack, biste ein reicher Fotograf. Man sieht, der Fotograf verdient sich eine goldene Nase damit.

Ich hoffe man liest den leichten Sarkasmus heraus. Stunden, Tage der Planung, wochenlange Modelsuche, Monate des Zweifelns, ob es sich überhaupt lohnt, ob es irgendjemand kauft? Alles vergessen, wenn man es in den Händen hält. Es stolz irgendwann mal seinen Kindern zeigen kann. Etwas, das in Bücherregalen steht, und nicht versauert auf einer Festplatte, die irgendwann abschmiert. Der Gedanke, das meine Enkelkinder es irgendwann ihren Freunden zeigen, und stolz sagen, das hat mein Opa gemacht. Das macht mich reich. Also haben die Leute doch irgendwie recht. Ich habe mich bereichert 😉

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10 Jahre Ivo-Fotografie

10 Jahre Ivo-Fotografie

10 Jahre Ivo-Fotografie

Ich hätte es heute selber fast vergessen. Zwischen dem ganzen Coronatrubel, Bildbearbeitung und Shootingplanung fiel es mir dann heute früh schlagartig wieder ein.

10 Jahre nebenberuflich Selbstständig. (zählt das überhaupt als Selbstständigkeit?) Ich denke gerne an die erste Hochzeit zurück. Man hatte ich Schiss. Viele fremde Menschen. Alle verlassen sich auf dich, das du ablieferst. Glücklicherweise lief alles gut und ich schau mir die Bilder immer noch gerne an. ( Das Paar dürfte immernoch glücklich verheiratet sein 🙂 )
Dann kamen so ein paar einzelne Portraitshootings, an denen man gewachsen ist. Immer mehr ausprobierte. Abwägte, was einem liegt, was nicht. Mit einer neuen Wohnung kam ein kleines Homestudio. In dem die Bilder schon ein wenig freizügiger geworden sind. In dieser Zeit kam dann der Entschluß, keine Hochzeiten mehr zu fotografieren. Zuviele Dinge sprechen einfach dagegen. Liegt mir einfach nicht.
Und dann, 2017, das externe eigene Studio. Total aufgekratzt, ob sich der Aufwand überhaupt rechnet. Da ich jemand bin, der sich nur Dinge kauft, die er gleich bezahlen kann, kamen diverse Ausstattungen auch erst nach und nach. Inzwischen ist es zu klein, zu voll, aber es macht jedes mal einen riesen Spaß 🙂

Ich danke in erster Linie meiner Frau. Ihr wisst, hinter jedem Mann, steht eine starke Frau 🙂 Sie hat mindestens 50% Anteil an meinem Wachsen in der Fotografie.

Und dann natürlich Euch. Die, die sich vor meiner Kamera trauen. Die sich stellenweise überwinden, aber hinterher stolz auf sich sind. Die dann auch noch ein 2. oder 3. Mal kommen. Das zeigt einfach, das ich irgendwas richtig mache. Vielen Vielen Dank

Was natürlich an so einem Tag noch fehlt, ist der Ausblick in die Zukuft. Nach 2 Bildbänden, muß natürlich irgendwas der 3. kommen 🙂 Darüber hab ich mir aber noch keine Gedanken gemacht. Ob es nochmal 10 Jahre werden, kann ich auch noch nicht sagen. Es geht schon eine Menge Freizeit drauf, für Planung, Ideensuche, Weiterbildung usw. Irgendwann kommt das Enkelkind und dass hat dann irgendwie eine höhere Priorität 🙂
Also, keiner weiß, was kommt. Meist lasse ich alles einfach laufen und schaue, was mir so vor die Füße fällt!

DANKE

Natürlich könnte hier jetzt eine kleine Bilderflut kommen, wenn ich den Artikel geplant hätte 🙂 Vielleicht reiche ich es einfach nach!

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2020 #1-12 Jahresfazit

2020 #1-12 Jahresfazit

Hallo, stille Leser, Newsletterabonnenten, fleißig Kommentierende, Buchkäufer, Fans?, Modelle, Kundinnen. Wie auch immer.
Das Jahr 2020 ist wirklich etwas besonderes. Es wird wohl sobald niemand vergessen.
Gestern habe ich auf einer „Spaßseite“ einen Spruch gelesen, „Gab es etwas Positives in deinem Jahr 2020“ und gleich geteilt. Man hört und liest ja soviel negative Stimmung, das ich es vermeide, Nachrichten zu hören oder ähnliches. Und es kamen wirklich viele positive Reaktionen. War dann wohl doch kein so schlechtes Jahr 🙂

Ich kann auf jeden Fall nicht klagen. Alles wird mir garnicht so spontan einfallen. Erster Wanderurlaub in Österreich ( wir würden sofort wieder hin ), die Hochzeit meiner BonusTochter, die Hochzeit einer Freundin, der 80. Geburtstag meines Lieblingsonkels, ein neues Hobby, eine alte Freundschaft wieder aufleben lassen, usw. Da habe ich noch nicht mal die fotografischen Dinge aufgezählt.

Durch die Kurzarbeit konnte ich mehr fotografieren, hatte mehr den Kopf frei für mich und meine Fotoarbeiten. Dank Maxi, einer der kreativsten Kundinnen die ich je hatte, fand ich den Weg zu meiner Fotografie und zu meinem 2. Bildband. Ich finde den Bildband, und besonders die Bilder darin sowas von Klasse. Ich würde mir alle an die Wand hängen. Es gibt nicht nur DAS eine tolle Bild. Sie sind durch weg alle toll. (genug geschwärmt? )
Aber auch im Studio habe ich jetzt eine kleine Serie entstehen lassen. Ich habe mich ein wenig in eine bestimmte Lichtsituation verliebt, und nutze diese bei fast jedem Shooting am Anfang, um natürliche Portraits entstehen zu lassen. Angezogen oder nackt ist dabei unrelevant.

Eine 2. Lichtsituation hat es mir auch angetan. Diese funktioniert nur in Schwarzweiß und ist ein wenig „dramatischer“ wie die vorherige. Dabei lasse ich den Modellen freie Hand, zum „Posen“. Durch den geringen Lichteinfall wirken diese Bilder melancholisch.

Dies werde ich wohl kommendes Jahr ein wenig vertiefen. Wie und in welchem Umfang steht noch nicht fest. Aber wer mag, kann sich gerne melden. Würde mich freuen. Ruhig auch unerfahrene Frauen. Vielleicht wird das ja irgendwie auch mal ein Bildband.

Das wäre dann schon wieder ein Blick in das Jahr 2021. Euphorisch bin ich auf jeden Fall schon dabei, Locations zu suchen, für das Weiterführen der Angekommen-Fotoserie. Dank ein paar Leuten gabs auch wunderbare Tips. Diese werde ich dann zeitnah mal mit dem Rad erkunden.

Ich DANKE meinen Kunden und Modellen für die Zusammenarbeit 2020. Habt einen guten Start und ein angenehmes Jahr 2021. Bleibt gesund!

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2020 #11

2020 #11

Der November….viel passiert… nur fotografisch eher weniger. Mich hat es positiv erwischt 🙂 Was da hies, 10 Tage zu Hause verweilen. 2 Termine sind somit leider geplatzt und auf kommendes Jahr verschoben. Hinzu kommt, das mein Buch nochmal neu gedruckt werden muß. Veröffentlichungstermin ist wohl Anfang kommendes Jahres. Mit Viel Glück kann es auch noch zu Weihnachten diejenigen erreichen, die schon vorbestellt haben. Der Vorverkaufspreis von 22€ bleibt bestehen, bis der Bildband hier bei mir liegt. Also, greift zu und beschenkt euch vielleicht selber!

So in der Art habe ich es auch gemacht. Ich bin auf ein Crowdfunding-Projekt von Herbert aufmerksam geworden. Ihn habe ich bei einem Fotografen-Meetup auf Usedom kennen gelernt. Er und Mary haben Geld für ihr Projekt gesammelt. Ich zitiere mal:

„Was ist, wenn eine junge Frau, die aufgrund ihrer Depression nicht mehr arbeiten gehen kann, gern einmal vor der Kamera stehen möchte … und von ihrer Freundin an einen Fotografen empfohlen wird, der ebenfalls unter Depressionen leidet … und beide beim ersten Shooting merken, Fotografie kann so viel mehr sein, als Bilder zu machen? Fotografie als Therapie? Ein Fotoprojekt in 14 Shootings. „

Ich finde die Idee wunderbar, und darum habe ich die beiden unterstützt. Und nun flog das fertige Exemplar ins Haus. Und was soll ich sagen. Ein hochwertiger HartcoverBildband. Viel Text und tolle Bilder. Die Texte bremsen einen beim Blättern durch den Bildband. Somit bekommen die Bilder eine größere Wirkung in meinen Augen. Eine tolle Umsetzung. Sollte in keinem Schrank fehlen. Zu erwerben hier: https://herrbert.portfoliobox.net/shop

Das ganze war schon im August. Ich wusste damals noch nicht, das mich das Thema privat noch selber begleitet. Ein befreundeter Fotograf und ein Model leiden beide unter dieser Krankheit. Viel kann man als Aussenstehender ja nicht machen. Ausser zuhören und da sein. Josefa habe ich dann angeboten sie zu fotografieren. Wenn sie Zeit und Kraft dazu hat. Entstanden sind Bilder, die wohl für sich sprechen. Es war unser drittes Shooting. Das erste mal, ohne Zwillingsschwester. Ich denke, genau diese Zweisamkeit brauchten diese Bilder. Nur Sie und die Kamera (samt Fotograf) Es war mir einfach ein Bedürfnis, ihr auf diese Weise vielleicht etwas zu helfen!

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2020 #09

2020 #09

Der September war recht ruhig. 2 Termine, von denen ich Euch etwas zeigen kann, Kalender und Buch sind quasi safe (dazu weiter unten mehr) und ich habe meine 1000 km Radfahren für dieses Jahr voll 🙂

Der Herbst kommt, und die Indoorsaison geht los. Da ist es schön, wenn man mal Neues ausprobieren kann. Da das Studio nun schon 3 Jahre alt ist, kenne ich jede Ecke.

Bei dem 2. Fotoshooting ging es um reine Portraits. Da hatte sich Zanna auf meinen Aufruf auf Instagram gemeldet. Sie fotografiert selber und steht ab und an als Model vor einer Kamera. Auch hier haben wir verschiedene Möglichkeiten probiert. Gefallen haben uns alle Varianten.

Das Buch und der Kalender.
Ich bin mächtig hibbelig. Da ich ja etwas ungeduldig bin, kann ich es nicht abwarten, beide Druckwerke in der Hand zu halten. Aber gute Arbeit, dauert. Es ist wie beim Essen. Fast Food ist lecker, aber selten gut und gesund. Ein gut gemachtes Essen braucht seine Zeit. Wie hier beim Drucken. Der Kalender ist nach dem Testdruck freigegeben. Der Test vom Buch kommt sicherlich Anfang kommender Woche. Mein anvisiertes Ziel von Verkaufsstart liegt beim 1.11.2020. Ich hoffe das klappt alles, so wie ich mir das vorstelle. Eine kleine Buchvorstellung im Studio schwebt mir da vor. Bei Kaffee und Kuchen vielleicht. Mal sehen wie sich das logistisch umsetzen lässt. Soviel Platz ist leider auch nicht vor Ort. Aber generell, wäre das denn Interessant für Euch?

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